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220 Bauernhöfe öffnen die Stalltüren für die Bevölkerung

Bei der Familie Luisier in Sarreyer

Rund 220 Milchbetriebe öffnen ab dem 16. April 2011, dem nationalen Tag der Milch, ihre Stalltüren für Besucherinnen und Besucher. Das Projekt Stallvisite fördert den Kontakt zwischen Landwirten und Konsumenten, bringt die einheimische Milchproduktion einer breiteren Bevölkerung näher und ist erst noch gesundheitsfördernd.

Die Stallvisite lädt die Bevölkerung von Stadt und Land ein, auf Spaziergängen und Velofahrten die vielfältige Landwirtschaft hautnah zu erleben und die Erzeugung von Nahrungsmitteln zu begreifen. Rund 220 Milchviehbetriebe aus der ganzen Schweiz machen mit bei der diesjährigen Stallvisite, welche am 16. April mit dem Tag der Milch startet. Erkennbar sind die Bauernhöfe an der auffälligen Fahne mit der Kuh Lovely und mit der Begrüssungstafel, welche die Öffnungszeiten des Stalls zeigt. Während diesen Zeiten stehen die Türen des Stalls für alle offen. Landwirte geben kompetent Antwort auf Fragen rund um Milch und Tiere. Alle Stallvisite-Betriebe sind in einer handlichen Broschüre und auf http://www.stallvisite.ch aufgeführt.

Mit der Stallvisite werden die regionale Herkunft und die saisonale Produktion von Lebensmitteln wieder greifbar. Denn nur noch ein Bruchteil der Schweizer Bevölkerung kennt die Lebensmittelproduktion aus eigener Erfahrung. Mit der zunehmenden Entfremdung von Konsumenten und Produzenten nimmt das Wissen um die Herkunft und Saisonalität von Lebensmitteln ständig ab. Stallvisite wirkt dem entgegen, indem sie einen direkten Kontakt zwischen Konsumenten und Produzenten ermöglicht. Zudem können alle beim Stallvisite Wettbewerb und tolle Preise gewinnen.

Der Aufenthalt auf dem Bauernhof und im Stall ist sogar gesundheitsfördernd, wie eine kürzlich veröffentlichte Forschungs-Studie im New England Journal of Medicine berichtet (Vol. 364:701-709). Darin hatten Bauernkinder aus Bayern, der Schweiz und Österreich deutlich seltener Allergien und Asthma als Kinder aus nicht-bäuerlichem Umfeld derselben Regionen. Dies wurde auf die grössere Vielfalt von Mikroben wie Bakterien und Pilzen zurück geführt, die die Forscher auf Landwirtschaftsbetrieben feststellten.

Ursprung in der Zentralschweiz
Das Projekt Stallvisite hat seine Wurzeln in der Zentralschweiz, wo Landwirte bereits 2004 ihre Stalltüren für Gäste geöffnet haben. 2005 wurde das Projekt in die Basiskommunikation der Schweizer Bauern aufgenommen. Die Organisation und Kommunikation des Projekts wird von landwirtschaftlichen Organisationen und Sponsoren getragen und finanziert. Der Besuch im Stall ist für Private und Familien ein kostenloses Angebot der Stallvisite-Betriebe.

Alle Betriebe sind auf http://www.stallvisite.ch und http://www.visitesdetables.ch

Kontakt:

David Joller, Projektleiter Stallvisite, Tel. 031 359 59 71, joller@lid.ch


14 April 2011
Häufige Fragen

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